O2 can do

Als Slogan schon etwas älter, mit Barack Obamas "Yes we can" wieder ein wenig hervorgeholt: mit "O2 can do" wollte Telefónica O2 Germany mit diesem Spruch deutlich machen, was alles im neuen Telefongeschäft möglich ist. Neben aller Revolution, die Handys seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgelöst haben, bergen sie doch auch ein hohes Gefahrenpotential. Weniger die oft angesprochene Strahlung, vielmehr die v.a. für Jugendliche gefährliche Allmächtigkeit dieses neuen Mediums wird gerade allerorts diskutiert. Und in diese Diskussion steigt nun auch O2 ein, wen wundert’s? Sind es doch gerade die Telekommunikationsanbieter, welchen oftmals ein all zu exzessives Vorgehen bei der Vermarktung ihrer Geräte und Tarife vorgeworfen wird.

Mit einer Kooperation mit dem JFF, Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis möchte nun O2 in Sachen Medienpädagogik und jugendgerechtem Umgang mit Handys dazulernen. Eine gemeinsam erarbeitete Broschüre sowie ausführlichstes Informationsmaterial im O2-Intranet steht ab sofort für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von O2 bereit, damit sich diese darüber informieren können, wie pädagogisch wert- und sinnvoller Umgang mit dem Handy bei Jugendlichen aussehen könnte und sollte. Darüber hinaus finden Schulungen für Handyverkäufer durch pädagogische Mirtarbeiter des JFF statt. Als nützliches "Nebenprodukt" dieser Kooperation ist ebenfalls eine umfangreiche Info-Sammlung für Pädagoginnen und Pädagogen entstanden, die auf www.ohrenblick.de zu finden ist.

 

Dass diese Kooperation nicht nur eine vorgeschobene und den Vermarktungsinteressen zuträgliche Aktion bleibt, dafür steht das JFF. Mit beinahe 60 Jahren Erfahrung mit medienpädagogischen Inhalten ist das Institut ein sicherer und verlässlicher Partner, wenn es um Kinder, Jugendliche und (neue) Medien geht. Die Forschung des JFF ist medienpädagogisch ausgerichtet und hat zum Ziel, die Medienaneignung von Heranwachsenden zu verstehen und Unterschiede in Umgangsweisen zu klären sowie Maßstäbe für pädagogisches Handeln zu gewinnen. Die Praxis des JFF entwickelt Konzepte und Modellprojekte für die medienpädagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen. Ziel ist es, die Medienkompetenz zu fördern, innovative medienpädagogische Aktivitäten zu unterstützen und Heranwachsenden Zugänge zu Medien zu eröffnen.

Dass diese in der heutigen Zeit mehr denn je notwendigen Erkenntnisse und Maßnahmen nun auch von einem Handyanbieter aufgegriffen und offensiv angegangen werden, ist sicherlich der richtgie Weg – auch oder gerade weil diese Aktion möglicherweise die Verkaufszahlen von O2 verbessern könnte – allerdings eben an Jugendliche die wissen, wie man mit Handys sinnvoll umgeht… 

Was ist iiZ KMax?

iiZ KMax ist die Medienwerkstatt für Kinder und Jugendliche von 8-14 Jahren, für Schulklassen und Familien mit Workshops, Medienstationen, Video-, Trickfilm- und Hörspielpräsentationen und „Medienevents“ für ältere Jugendliche und junge Erwachsene. Informationsveranstaltungen und Salons zum Themenfeld kulturelle Medienbildung 2.0 für Multiplikatoren, LehrerInnen, PädagogInnen, Eltern, Kunst- und Kulturinteressierte und die Fachöffentlichkeit vertiefen die Beschäftigung mit aktueller Medialität.
iiZ KMax ist eine multimediale Erlebniswelt im ZKMax in der Fußgängerunterführung Maximilianstraße / Ecke Altstadtring.
iiZ KMax ist eine gemeinsame Inszenierung medienpädagogischer und medienkünstlerischer Angebote der AG Inter@ktiv, um die Vielfalt der Möglichkeiten kultureller Medienbildung 2.0 zu präsentieren.
iiZ KMax findet statt im Zeitraum 15. bis 27.6.2009 – werktags von 9 bis 12:30 Uhr (Schulklassen-Programm) sowie von 14 bis 18 Uhr (Offenes Programm sowie Programm für Hortgruppen) und am Wochenende von 14 bis 18 Uhr.
Veranstalter sind:
Das Netzwerk Inter@ktiv in Kooperation mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der PA Spielkultur und weiteren Partnern. 

Alles öko?!

Auch wenn derzeit mehr über die amerikanische Finanzkrise und über die Misere der bayerischen CSU nachgedacht und geredet wird, so ist doch ein Thema v.a. in der letzten Zeit ebenfalls in aller Munde: Ökologie!

Ob die Frage nach der Schadstoff-Emission von Kraftfahrzeugen [aktuell gerade im Zusammenhang mit der Umweltzone und dem LKW-Fahrverbot in der Münchner Innenstadt], die Diskussionen um belastete Lebensmittel [gerade sind wieder mal die Pilze dran, Tschernobyl lässt grüßen] oder die Fragen zum Thema Nachhaltigkeit und sinnvolles Wirtschaften in Wald, Flur und auf der Weide; all die Themen rund um Ökologie haben Hochkonjunktur – und das natürlich zurecht! Ist es doch nicht mehr weit, bis auch der Letzte nicht mehr daran zweifeln kann, dass sich klimatisch was ändert und das es höchste Zeit ist, da gegenzusteuern.

So ist es also nicht verwunderlich, dass auch das JFF – Institut für Medienpädagogik für die Wahl zum Sonderthema der JuFinale in Richtung Ökologie gegriffen hat und ganz provokant fragt bzw. ausruft: "Alles öko?!" [man beachte die Satzzeichen]

Weil natürlich auch klar ist, dass viel Schindluder mit dem Begriff getrieben wird und nicht alle Maßnahmen über die laut nachgedacht wird, auch sinnvoll und die richtigen sind, ist das sicherlich eine gute Frage und somit ein wirklich passabler Aufruf in Richtung unserer filmenden Jugend, sich mal Gedanken zu machen und diese auf Filmmaterial zu bannen – z.B. über sinnvolle und sinnlose Öko-Projekte.

Bei der Wahl der passenden Bebilderung des Sonderthemas [welches sowohl beim Münchner Filmfestival flimmern&rauschen zum Einsatz kommt, wie später auch bei allen bayerischen Bezirksfestivals und am Ende eben auch bei der JuFinale 2010] habe ich mich nicht auf Sinnloses eingelassen, vielmehr das Sinnvolle dargestellt – und meines Erachtens nach sind sie nicht nur sinnvoll, sondern auch noch schön und passen sehr wohl in die bayerische Landschaft – ich hätte kein Problem mit deutlich mehr Windrädern – allen Don Quijotes zum Trotz.