Veröffentlicht am 20. Dezember 2009 in Grafik & Layout

Dass Design mehrschichtig und vieldeutig ist, wird nicht nur dadurch verdeutlicht, dass es auf Wikipedia ein eigenes Portal  dafür gibt (welches im Übrigen sehr zu empfehlen ist), sondern natürlich auch durch den Sprachgebrauch. Wer von Design spricht, kann Verschiedenstes darunter verstehen. Womit ich mich hier und heute beschäftigen möchte, ist Design in Form der Gestaltung von Printprodukten. Und hier speziell mit vier Prinzipien, die Robin Williams in ihrem Buch: „Design und Typografie für Dich“ (Addison-Wesley 2008) als Grundlage für ein gutes Design sieht:

DAS PRINZIP DER NÄHE

Elemente die nah beieinanderliegen, wirken zusammengehörig und bilden eine visuelle Einheit. Nähe dient der Organisation und schafft Ordnung. Und wenn Elemente nahe zusammengerückt werden, entsteht auch Leerraum – quasi als Nebenprodukt der Nähe trägt auch er zu einem „ordentlichen“ Design bei.

DAS PRINZIP DER AUSRICHTUNG

Einheitlichkeit und gleichförmige Ausrichtung bilden ebenfalls eine visuelle Verbindung. Sie dient ebenfalls der Organisation und bietet Übersichtlichkeit. Elemente sollen immer bewußt und keinesfalls zufällig ausgerichtet werden.

DAS PRINZIP DER WIEDERHOLUNG

Wiederholung vereinheitlicht und wirkt optisch interessant und ansprechend. Sie unterstützt und unterstreicht das Layout und verbindet getrennte Elemente und schafft dadurch ein einheitliches Gesamtbild.

DAS PRINZIP KONTRAST

Kontrast fördert Aufmerksamkeit und Interesse. Kontraste erzeugen Spannung und unterstützen die Gliederung der Elemente. Kontraste verdeutlichen Unterschiede.

Und es wirkt:

Diese vier Prinzipien stringent eingesetzt und konsequent angewendet helfen merklich dazu bei, ein Layout ansprechender und interessanter zu gestalten und somit die Aufmerksamkeit für den Inhalt (auf den kommt es ja schließlich an) zu erhöhen.

Bei der Jahreskarte der Pädagogischen Aktion / SpielKultur e.V. habe ich versucht, diese Prinzipien sinnvoll anzuwenden – gemessen am Lob der Auftraggeber ist es mir – zumindest ansatzweise – wohl gelungen. Mein Dank geht daher an Robin Williams. Und gemeinsam mit SpielKultur wünsche auch ich allen das Beste und Mögliche für 2010.