Veröffentlicht am 27. Januar 2007 in Bilder & Mehr, Grafik & Layout

Ein Bild ist nicht nur eine Anhäufung von Punkten und Pixeln. Bilder repräsentieren Ihre Firma, Ihr Produkt, Ihr Image oder Ihr Logo. Bilder sprechen! Deshalb darf man einem guten Endprodukt niemals ansehen, dass es durch verschiedene Arbeitsprozesse gegangen ist. Bei der elektronischen Bildverarbeitung (EBV) werden Pixelbilder, d.h. bereits gescannte Bilder (im Photoshop-, tiff- oder eps-Format) bearbeitet.

Einkaufswagen

Composing

Mehrere Bilder können zu einem Einzigen vereint, oder Fremdelemente in ein Bild integriert werden.

Freistellen

Wenn nur noch ein bestimmter Bereich eines Bildes dargestellt werden, der Rest des Bildes dagegen verschwinden soll, werden in der EBV die ausgewählten Teile freigestellt. Danach lässt sich das "ausgeschnittene" Bild mit jedem beliebigen Hintergrund versehen.

Retusche

Bei der Retusche werden gezielte Veränderungen im Bild vorgenommen. Hat das Bild z.B. Flecken oder unerwünschte Rasterungen, können diese in der EBV entfernt werden, genauso wie einzelne Elemente, die nicht dargestellt werden sollen. Unvorteilhaftes kann ausgebessert werden, neue Effekte oder Elemente hinzugefügt werden.

CMYK oder RGB

Sollten beim Fotografieren oder Scannen Farbverfälschungen aufgetreten sein, können diese in der EBV wieder ausgeglichen werden. Um druckfähige Vorlagen erstellen zu können, müssen Bilder in CMKY angelegt sein. Für die Darstellung am Bildschirm werden Bilder in RGB angelegt.

Additives und subtraktives Farbsystem

Das additive Verfahren wird bei Geräten benutzt, die über eigene Lichtquellen verfügen, z.B. Bildschirme. Es gibt in der Regel eine rote, eine grüne und eine blaue Lichtquelle (RGB). Durch das Addieren von Anteilen dieser drei Grundfarben werden beliebige Farbtöne gemischt. Sind alle drei Anteile gleich, entsteht Weiß; fehlen alle drei, entsteht Schwarz.

Additiv

Das subtraktive Verfahren wird eingesetzt, wenn für die Farbdarstellung keine Lichtquellen vorhanden sind, sondern Farbeindrücke durch reflektierendes Licht entstehen.
Dabei werden einige Farbanteile absorbiert (verschluckt) und nur die restlichen reflektiert.
Weißes Licht entsteht, wenn kein Anteil absorbiert wird.
Das CMYK Modell benutzt eben diese Subtraktion.

CMYK steht dabei für die Farben Türkis (Cyan), Rosarot (Magenta), Gelb (Yellow) sowie Schwarz (Key – Schlüsselfarbe)

Die Schlüsselfarbe K, schwarz, dient nicht der Farbgebung, sondern lediglich zum Abdunkeln von Farben; der Begriff "Key" anstelle von "Black" wurde eingeführt, um Mißverständnissen vorzubeugen, da das "B" im Englischen für "Blue" steht.

Die Druckfarbe Schwarz ist unter anderem nötig, weil der Zusammendruck der drei anderen Farben zwar theoretisch (additives Farbmodell), aber nicht praktisch Schwarz ergibt. Ein anderer Grund für das zusätzliche Drucken mit Schwarz ist der Unbuntaufbau eines Bildes (also die schwarz[-weißen] Bildanteile). Er wird bei der Separation des Bildes bestimmt und vermeidet, dass zu viele Farben übereinander gedruckt werden.
Verringern oder Ausblenden der Anteile einer Grundfarbe lässt die anderen Farben deutlicher hervortreten, Verstärken schwächt ihre Wirkung ab.

Industrieller Farbdruck mit CMYK-Farben wird auch als Druck nach Euroskala bezeichnet, was sich farblich an der ehemaligen Europaskala orientiert. Diese Bezeichnung ist im weiteren Sinne umgangssprachlich (vor allem in den USA als Euroscale) für den europäischen Offsetdruck gebraucht. Einer echten Norm entspricht die Euroskala aber nicht.

Die korrekte Bezeichnung für die umgangssprachliche Euroskala lautet ISO-Skala und bezieht sich auf die Normierung ISO 2846, welche die Eigenschaften dieser Farben für Farblieferanten definiert. Darüber hinaus wird in der ISO 12647-2 die Farbwirkung dieser Druckfarben auf unterschiedlichen Druckpapieren beschrieben. Für die praktische Anwendung dieser Norm existieren entsprechende ICC-Profile, beispielsweise "ISO Coated sb" für den Druck auf gestrichenen Papieren.

Auch Tintenstrahldrucker arbeiten meist mit CMYK-Farben. Einige hochwertige Geräte weisen zusätzlich noch zwei weitere Farben auf: ein helles Magenta und ein helles Cyan. Durch diese beiden Zusatzfarben ergibt sich ein größerer druckbarer Farbumfang als im Druck mit klassischen CMYK-Farben.

Verfremdungen

Verfremdungen können individuell nach jedem Geschmack eingesetzt werden. Die Möglichkeiten, Bilder neu zu gestalten sind nahezu unbegrenzt.

Animationen

Verschiede Bilder werden zu einem beweglichen Bild zusammengeführt. Um all die Möglichkeiten der EBV weitmöglichst einzusetzen ist grafisches Know-How jedoch unabdingbar.