Veröffentlicht am 3. Februar 2010 in Grafik & Layout

Bei einer regelmäßig wiederkehrenden Veranstaltung ist natürlich die Einhaltung eines stringenten Corporate Designs (CD) relativ wichtig. Möchte man doch wieder erkannt werden und werbemäßig von der Regelmäßigkeit provitieren.

Um auf Dauer jedoch nicht altbacken zu wirken und somit der immer fortschreitenden Mode – die ja auch im Design nicht stehen bleibt – gerecht zu werden, sind optische Anpassungen nötig und meines Erachtens auch möglich. Diese müssen jedoch einigermaßen behutsam ausfallen, damit sie beide Zwecke erfüllen: zum einen an das Alte erinnern, zum anderen aber Neu wirken.

Bei »In Eigener Regie« handelt es sich um eine solche, wiederkehrende Veranstaltung. 2009 ist der 18. Förderzeitraum zu Ende gegangen. Somit quasi volljährig, startet »In Eigener Regie« also 2010 neu durch. Also auch ein passender Grund, das optische Erscheinungsbild anzupassen und aufzufrischen.

Vergleicht man nun die beiden Plakate (oben in groß das neue, unten das alte), so ist die Wiedererkennbarkeit durch drei Dinge gegeben:

  • das Logo ist weitgehend unverändert und dessen Anordnung ebenfalls nahezu gleich geblieben
  • die deutlich herausgehobene Internet-Adresse findet sich in alter wie neuer Version wieder
  • und die Logos der beiden Veranstalter sind ebenfalls in beiden Varianten augenfällig und das Gesamtbild prägend, dargestellt.

Zeitgemäßer und stimmiger wirkt das neue Plakat jedoch ebenfalls durch drei markante Veränderungen:

  • Aktueller und frischer zeigt sich die neue Farbkombination Aubergine – gelbe Zucchini (beide Früchte waren tatsächlich farbgebend; die Zucchini hat sogar die noch leicht erkennbare Struktur in der Hintergrundfarbe beigesteuert)
  • der markante, nur durch das Logo durchbrochene Längsbalken dient sowohl als Eyecatcher als auch als „gegenläufige Achse“ zum Logo; er schafft Kontrast und Struktur
  • und die Gruppierung der Text-Inhalte in die drei Teile (Ihr sucht | Ihr kommt | Einsendeschluss) bewirkt eine deutlich bessere Erkennbarkeit und entspricht so viel mehr den Anforderungen an ein gutes Plakat: das Wesentliche auf einen (möglichst kurzen) Blick zu erkennen.

Somit hat sich der neudeutsch: Relaunch sicherlich gelohnt. Und ach so:
wer sich für die durchaus spannenden Inhalte, nämlich die Audio-, Video- und Multimediabeiträge der jungen FilmemacherInnen interessiert, dem sei die Präsentation am 6. und 7. März im ETA Hoffmann Gymnasium in Bamberg wärmstens empfohlen. Mehr Infos gibt’s hier.