Ein wesentliches Standbein von L_O_W ist die grafische Gestaltung von BroschĂŒren, Plakaten, Flyern und Foldern, Heften und GeschĂ€ftsunterlagen, kurz von allem, was offline zur VerfĂŒgung steht, um Anliegen, Angebot, Ziel, Inhalt und Zweck zu kommunizieren.
Je einfacher diese optische Gestaltung ausfÀllt, desto besser und wirkungsvoller ist sie!
Unnötiges Verwirren des Auges des Betrachters ist dabei zu vermeiden.
Es ist wichtig, Schwerpunkte zu setzen.
(Quelle: SZ vom 20./21.01.2007)
Die wichtigsten Grundbegriffe und -regeln beim âofflineâ-Gestalten sind:
Layout
Unter einem Layout versteht man die Gestaltung und Anordnung von Text und Bild auf einer Seite. Je nach Aufgabenstellung kann das Layout unterschiedlich sein, doch typografische und grafische Grundregeln der Gestaltung sollten unbedingt beachtet werden, um ein Höchstmaà an QualitÀt zu garantieren.
Satzspiegel
Hier wird festgelegt, wie der Text auf der Seite angeordnet ist. Dies betrifft Angaben zu RÀndern und AbstÀnden, doppel- oder einseitiger Darstellung ebenso, wie Spaltenzahl und Seitennumerierung. Es ist wichtig, in einem umfangreicheren Dokument das Layout-Grundmuster beizubehalten, damit das Ergebnis nicht chaotisch wirkt, einen klaren Stil behÀlt, sich das Auge des Betrachters zurecht findet und eine einheitliche Linie bzw. ein Corporate Design (CD, einheitliches Erscheinungsbild) eingehalten werden kann.
Gestaltung
Oft wird nicht bedacht, dass ein professionelles Layout sehr viel Sachverstand im Hinblick auf die Typografie benötigt. Denn neben der inhaltlichen Perfektion zeichnen vor allem Gestaltung und PrĂ€sentation die QualitĂ€t eines Produktes aus. Gestaltung qualitativ hochwertiger Produkte setzt ein groĂes MaĂ an KreativitĂ€t, eine Menge Ideen und Erfahrung voraus, um professionell aufzutreten. Entscheidende Faktoren, die zueinander immer im richtigen VerhĂ€ltnis stehen mĂŒssen: Schriftgrad (also die GröĂe der Schrift), ZeilenlĂ€nge und Zeilenabstand.
Schrift
Jede Schrift hat einen ganz bestimmten, eigenen Charakter, der fĂŒr sich selbst ‘spricht’ und der zu dem Inhalt des Textes unbedingt passen sollte. Gleicher Text kann in unterschiedlicher Schrift komplett anders wirken und somit die wahrgenommene Aussage stark beeinflussen. Bei der groĂen Auswahl verschiedener Schriftarten, ist es manchmal hilfreich ein Schriftmuster zu sehen. Die richtige Schrift zu dem jeweiligen Produkt oder Text auszuwĂ€hlen ist bei der heutigen Vielfalt nicht immer einfach, deshalb ist es wichtig, in der Typografie auf ProfessionalitĂ€t zurĂŒck zugreifen und die Erfahrungen zu nutzen.
Umbruch
Ein noch so gut typografisches Konzept kann verdorben werden, ein noch so gut ausgefĂŒhrter Satz kann vergebens sein, wenn der Umbruch nicht gut ausgefĂŒhrt ist. Unbedingt zu vermeiden sind sogenannten âSchusterjungenâ (die letzte Zeile einer Seite, die gleichzeitig die erste eines neuen Absatzes ist) und âHurenkinderâ (die erste Zeile einer Seite, die gleichzeitig die letzte eines Absatzes ist).
Mut zur LĂŒcke
Es ist wichtig ausreichend Luftraum zu lassen, damit Bild und Text richtig zur Geltung kommen. KĂŒrzere Texte mit Luftraum werden viel eher beachtet und gelesen als âvollgestopfteâ Seiten. Viel âweiĂâ auf einer Seite stört oft den Auftraggeber, weil er Papier-Verschwendung bis hin zu âSeitenschindereiâ befĂŒrchtet, in Wahrheit jedoch geht es oft nur um die Lesbarkeit, um die Optik und den wirklich guten Eindruck der Seite.
Kontraste
Das Leben wĂ€re langweilig ohne Kontraste. Auch die Gestaltungslehre lebt von Kontrasten. So z.B. der Hell-Dunkel-, der Material-, Textur-, Form-, Farb- und Rhythmuskontrast. Dabei ist zu beachten, dass die gestalterischen Anwendungsmöglichkeiten von Kontrasten nicht nur bei den Kontrastpolen (z.B. schwarz-weiĂ), sondern auch in deren Abstufungen liegen (z.B. den Grautönen).
KĂ€sten und Unterlegungen
Die Typografie innerhalb der KĂ€sten kann ruhig und neutral oder gespannt und aktiv gestaltet sein. Rasterunterlegungen sind nicht unproblematisch, da die Schrift an SchĂ€rfe verliert. Hervorhebungen werden beispielsweise angewandt in Zeitungsartikeln, Sach- und SchulbĂŒchern, Newslettern, zur Hinterlegung von Grafiken etc.
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